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Therapie einfach erklärt – jetzt wird’s lebendig

Therapie ist ein bisschen wie Kochen.

Es braucht nicht hundert Zutaten. Sondern die Richtigen. Manches braucht Geduld. Manches darf kurz heiß werden. Und manches lässt man lieber weg.

Und ganz wichtig: Nicht jedes Rezept passt zu jedem Menschen.

Und auch nicht jede Therapeutin passt zu jedem Menschen.

Deshalb beginnen wir immer mit einem Kennenlerngespräch – um zu schauen, ob es zwischen uns passt.

Therapie – was heißt das eigentlich?

Das Wort Therapie kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich: pflegen, sich kümmern und für etwas Sorge tragen.

1. Was passiert hier?

Wir schauen gemeinsam auf das, was gerade schwierig ist – und darauf, was helfen könnte.

Manchmal geht es um Verstehen.

Manchmal um Sortieren.

Manchmal um neue Perspektiven.

Und manchmal einfach darum, dass etwas endlich einmal ausgesprochen werden darf.

2. Wie beginnt es?

Am Anfang steht ein erstes Gespräch.

Sie erzählen, was Sie im Moment beschäftigt.

Ich stelle Fragen, um Ihre Situation besser zu verstehen.

Gemeinsam schauen wir, worum es eigentlich geht und ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt.

3. Wie oft und wie lange?

Das ist sehr unterschiedlich.

Viele Menschen kommen zunächst einmal pro Woche oder alle zwei Wochen.

Manche brauchen nur einige Gespräche zur Orientierung, andere wünschen sich eine längere Begleitung. Wir entscheiden das gemeinsam Schritt für Schritt.

4. Muss ich alles erzählen?

Nein.

Sie bestimmen selbst, was Sie erzählen möchten – und was nicht. Vertrauen wächst mit der Zeit.

Oft beginnen wir mit dem, was gerade da ist.

Mit der Zeit entsteht ganz von selbst Raum für persönlichere oder tiefere Themen.

5. Ist Therapie immer anstrengend?

Natürlich geht es auch um schwierige Themen.Gleichzeitig geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen und den Blick auf das zu richten, was bereits da ist: Fähigkeiten, Möglichkeiten und Talente.

Und das Schöne ist: Dabei bekommt man Unterstützung.

Neue Perspektiven, Entlastung und kleine Aha-Momente führen häufig sogar zu einem befreienden Lächeln.

6. Und wenn ich unsicher bin?

Das ist völlig normal.

Viele Menschen sind am Anfang unsicher, ob eine Therapie für sie der richtige Schritt ist. Deshalb können Sie jederzeit ein Erstgespräch vereinbaren.

Daraus ergibt sich dann ganz in Ruhe, ob und wie es weitergehen soll.

7. Und was heißt eigentlich körperorientiert?

Manchmal merkt man zuerst im Körper, dass etwas nicht stimmt.

Der Schlaf wird unruhiger.

Man liegt lange wach oder wacht viel zu früh auf.Die Schultern ziehen sich hoch, der Nacken wird fest oder der ganze Körper ist ständig angespannt.

Oder man hat das Gefühl, dass das Herz schneller schlägt und der Körper in Alarmbereitschaft ist obwohl eigentlich gar nichts passiert.

Diese körperlichen Signale beziehen wir in der Therapie mit ein.

Wir achten nicht nur auf Gedanken und Gefühle, sondern auch darauf, was im Körper wahrnehmbar ist. Und darauf kann man Einfluss nehmen.

Zum einen, indem man bemerkt, was und wo im Körper gerade etwas passiert. Zum anderen, indem man bewusst etwas verändert – zum Beispiel über den Atem, eine Veränderung der Haltung oder indem man die Aufmerksamkeit gezielt umlenkt.

Körper, Gedanken und Gefühle beeinflussen sich gegenseitig.
Genau das kannst du hier einmal ausprobieren.

Kleine Experimente

Daumen hoch

Nimm beide Daumen nach oben – so, als würdest du ein großes „Alles okay!“ geben. Gib der Bewegung ruhig ein bisschen Nachdruck.

Bleib einen Moment so stehen und spür das OK.

Kleine Geste – große Wirkung.

Lächeln

Zieh deine Mundwinkel ganz freundlich nach oben.

Nicht angespannt und nicht wie eine Grimasse.

Eher so, als würdest du jemanden freundlich anlächeln. Und auch die Augen dürfen mitlächeln.

Bleib einen Moment so.

Schlechte Laune ade – zumindest für diesen Lächelmoment.

Superhelden-Pose

Stell dich hin und strecke einen Arm nach vorne und einen Arm nach hinten aus.

Ein Bein macht einen großen Schritt nach vorne.

Das andere Bein hebt sich leicht nach hinten in die Luft – als würdest du gleich losfliegen. Stell dir einen roten Umhang vor.

Superwoman. Superman.

Bleib einen Moment so stehen und genieße das Fliegen.

Der Orang-Utan-Moment

Klopf dir mit lockeren Fäusten leicht auf den Brustkorb. Nicht aggressiv – eher mit Freude. Du kannst dabei auch einen brummenden Ton machen. Spür das Gefühl von Stärke, Stolz und Aufrichtung.

Wer fühlt wen ?

Leg eine Hand auf deinen Oberschenkel. Spür nach:

Fühlt die Hand den Oberschenkel?

Oder fühlt der Oberschenkel die Hand? Wechsle die Aufmerksamkeit ein paar Mal.

Gehirn kurz umlenken

Wenn du bemerkst, dass dein Gehirn auf Autopilot unterwegs ist (z. B. bei Gedankenkreisen, Grübeln oder Stressgedanken), bring bewusst eine kleine Unterbrechung hinein.

Rechne etwas im Kopf – zum Beispiel:

9714 geteilt durch 2.

Plus 15.

Oder buchstabiere ein Wort rückwärts, z. B.:

Sonnenblume – emulbnennoS.

Dein Gehirn kann nicht gleichzeitig eine Rechenaufgabe lösen oder buchstabieren und sich weiter im Gedankenkarussell drehen.

Wer fühlt wen ?

Leg eine Hand auf deinen Oberschenkel. Spür nach:

Fühlt die Hand den Oberschenkel?

Oder fühlt der Oberschenkel die Hand? Wechsle die Aufmerksamkeit ein paar Mal.

Diese kleinen Experimente sind nur ein Vorgeschmack.

Wie man solche Werkzeuge wirklich gut nutzen kann, wann sie helfen, was zu einem passt und wie man sie im Alltag einsetzen kann Das und noch vieles andere entwickeln und entdecken wir gemeinsam in der Therapie.